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Wie sich das Intranet der nächsten Generation entwickelt…
Gepostet von Stefan Dieffenbacher in Intranet
Die meisten Firmen sehen das Intranet nach wie vor als statisches Informations-Silo. In diesem Silo kommunizieren Mitarbeiter aus der Zentrale zum “Rest” der Angestellten, die damit zu puren Konsumenten gemacht werden. Diese Intranets alter Klasse wurden über die letzten Jahre im besten Fall aufgerüstet: sie beinhalten nun Mitarbeiterprofile (die jeder Mitarbeiter selbst aktualisieren kann), umfassen Tools wie ein Wissens-Management oder Tools zur Auslagenabrechnung und sind häufig auch an ein “Projekttool” wie Sharepoint und ein Dokumenten-Management-System angeschlossen. Das ungefähr spiegelt die allgemeine Erwartung an ein zeitgemäßes und modernes Intranet wieder.
Was ist wenn auch die Vorstellung schon längst überfällig ist? Eine kürzliche Diskussion mit dem Intranet-Manager eines DAX-Unternehmens im Rahmen der Erstellung einer Intranet-Strategie war erhellend: dort wurde ernsthaft diskutiert ob man nicht einfach gar keine Inhalte in das neue Intranet migrieren sollte (und der Konzern hatte tausende von Intranet-Seiten). Ohne Inhalte ist ein Intranet der alten Garde in aller Regel einfach ein Nichts. Wenn diese Inhalte so einfach weggeworfen werden können, dann stellt sich die Frage ob diese jemals wirklich wertvoll waren. Ob sie Mitarbeiter begeistert haben. Und ob sie Probleme gelöst haben. Die vorsichtige Antwort: häufig leider nein.
Die voraussichtlich nächste Generation der Intranets wird eine ganz anderen Bezug zu Wissen haben. Wissen wird dort in jeder Form persönlich: es wird persönlich, weil die Masse des Wissens über Chat/Microblogs (à la Facebook und Twitter) kommuniziert wird. Es wird persönlich, weil das Wissen nicht zentral erstellt, sondern von Mitarbeitern “on the fly” geschrieben und konsumiert wird. Und es wird persönlich, weil die Benutzer direkt miteinander kommunizieren und damit zentrale Faktoren wie Relevanz, Glaubwürdigkeit, Geschwindigkeit und vermutlich auch Aktualität und Zuverlässigkeit drastisch erhöht werden. Ganz nebenbei werden dabei Beziehungen geschaffen.
Wer dabei was und wann sieht ist in der Zwischenzeit (von den ersten Systemen) elegant gelöst: ein doppeltes Spinnennetz aus persönlichen Beziehungen und offizieller Unternehmenshierarchie sorgt dafür daß die die Information sehen müssen bzw. sehen dürfen diese auch erhalten und umgekehrt.
Neben diesen Kernfunktionalitäten bietet diese kommende Generation der Intranets auch weitere Funktionalitäten die die bisherigen Intranets wie ein Abklatsch aus der Vergangenheit aussehen lässt:
Ein Überblick über aktuelle Intranet 2.0 Software /Systeme
Die folgenden Videos sollen einen ersten Überblick über was die aktuellen Systeme geben. Ein Besuch der Hersteller-Seiten lohnt sich aber!
Jive engage platform
Weitere Informationen: www.jivesoftware.com/social-business/platform
NationalField
Weitere Informationen: www.nationalfield.com
Neben diesen beiden Unternehmen nehmen wir derzeit folgende weiteren Player als interessant war:
Schlagwörter: Intranet 2.0, Intranet 3.0, Social, Social Media